Im September hatte ich noch darüber geschrieben, dass ich mich uninspiriert fühle, dass ich mich langweile in dieser großen, weiten Online-Welt und daher zurückkehre zum Analogen. Zu den Gesprächen und zu den großen Content-Erlebnissen statt Snack-Content – den Büchern also.

Und dann denke ich bei dieser Blognacht im März darüber nach, was ich inspirierend finde, denn das ist der Impuls, den ich selbst mitgebracht habe. Und als ich einmal anfange, hören meine Gedanken nicht mehr auf.

Meine Welt ist voll von Inspiration, ständig stoßen mich Gedanken an, Geschichten, Menschen. Und weil das so ist, mache ich hier eine Liste mit Menschen und Ideen, die mich in der vergangenen Zeit (oder auch schon seit längerer Zeit) inspiriert haben und es immer noch tun.

Schreiben über das Schreiben – und der Kamillentee

Im Februar starte ich eine Blogparade, um die vielen Facetten des Schreibens abzubilden. Und jeder der Texte, die bislang bei mir angekommen sind, zeigt genau das: Schreiben ist nicht immer linear, schreiben ist nicht nur kreativ, schreiben hat viele verschiedene Funktionen und Wirkungen – schreiben rettet Leben. Und dann versinke ich in den Geschichten und Gedanken der Teilnehmenden und lasse mich treiben, mitnehmen.

„Keine gute Geschichte hat je mit einem Kamillentee begonnen“, lese ich Ende Februar bei Christine, der Frau vom Main. Und ich merke: Krass, mir fallen sofort einige Szenarien ein zu diesem Satz. Angestupst bin ich, freue mich, schreibe drauf los, entwerfe ein paar Ideen zu dem Kamillentee. Denn ganz sicher sind da Geschichten, die genau hier ihren Startpunkt haben. Ja, ich glaube, Geschichten dürfen durchaus mit Kamillentee anfangen. Vielleicht in einem zunächst verwirrenden Kontext?

Aufgeputscht und wach schaute sie ihn an. „Heute ist ein Tag für Abenteuer!“, sagte sie, fast schon etwas zu schnell. Und er spürte es auch. Diese Stimmung, diese Verrücktheit, diese Energie – das kann nur Kamillentee, dachte er, und trank seine Tasse leer…

Ich jedenfalls würde das sehr gern lesen!

Fortbildungen, die nachhaltig bis heute wirken

„Was wäre, wenn das stimmt?“, fragt Carsten Fuchs Anfang 2021 in seinem Zukunftsbild-Seminar. Und mein Kopf fängt an, diese Option nicht nur in Erwägung zu ziehen, sondern für fast alle Gedanken erst einmal zuzulassen. Da macht mein Kopf wieder irgendwelche verrückten Dinge und ich frage mich erstmal: Was wäre, wenn das stimmt? Inspirierend, oder?

2019 habe ich ein Mini-Coaching bei Inge Schumacher gewonnen zum Thema Lebensziele, die Big 5 for Life. Das Ergebnis hängt seitdem an meiner Pinwand und ich frage mich bei vielen Entscheidungen, ob diese Dinge auch wirklich dazu beitragen, meine Ziele zu erreichen. Und nein, da geht es nicht um Umsatz, überhaupt nicht. Da geht es um Unterstützung, um Schaffensprozesse, darum, Veränderungen anzustoßen und Mut zu machen. Da inspirieren mich also Inges Fragen und ihre Impulse bis heute. Spannend!

Medien, die inspirieren – es gibt sie doch!

Hier auf meinem Blog schreibe ich manchmal Texte, weil mich irgendetwas inspiriert hat. Das Buch von Deborah Levy, genauer gesagt der Ausdruck „hysterisch glücklich“.

Oder aber der Podcast Schreiben und Schreddern, der so wunderbar die vielen Seiten des Schreibens beziehungsweise des künstlerischen Schaffens thematisiert.

Ich hatte auch schon über Teju Coles „Open City“ geschrieben, der mich immer wieder fasziniert und zu neuen Geschichten anregt.

Und ich erzähle allen, die es wissen wollen und auch denen, die es nicht wissen wollen, dass es sich so sehr lohnt, den anderssein-Podcast von Minh-Khai Phan-Thi zu hören, denn die Geschichten, die ihre Gäste erzählen, rütteln auf, bewegen, machen Mut und zeigen: Es gibt noch viel zu tun!

Die Inspiration in meiner Arbeit und in meinem Alltag

Die wunderbaren Sprach-Spiele und Bilder, die zum Beispiel während meiner Aktion 28 Tage Content entstanden sind. Einige der Teilnehmerinnen sind kreative Schreiberinnen, die zauberhafte Welten und Wortfelder entwerfen.

Oder die, die einfach so eine Blogparade ins Leben rufen. Einmal kurz bei mir nachgefragt, optimiert und veröffentlicht – wie wundervoll! Noch bis zum 20. März kannst du teilnehmen. Das Thema: „Wo ich mich zu Hause fühle“.

Und auch den Mut der Teilnehmenden von 28 Tage Content finde ich inspirierend – und was sie geschaffen haben. Von „ich kann nicht schreiben“ zu Blog in wenigen Wochen. Wahnsinnig stark und ansteckend.

Kurz erwähnen möchte ich zwei Blogs, die ganz neu während der Aktion entstanden sind – aus einem Gefühl heraus, dass ein Blog genau das richtige Zuhause für die entstehenden und entstandenen Texte ist.

Einfach anfangen, einem Impuls folgen, Ideen entwickeln, mutig schreiben und stolz veröffentlichen. Das ist es, was ich so sehr unterstütze und ich freue mich wie bolle, dass gleich zwei Blog-Projekte direkt umgesetzt wurden. Das soll gar nicht die anderen tollen Schreibenden aus der Gruppe abwerten, aber gerade dann, wenn Blogs ganz neu sind, brauchen sie doch ein bisschen Anschub, finde ich.

Durch meine Arbeit oder die Events, die ich so veranstalte, stoße ich auf Themen, die für mich völlig neu sind und von denen ich vielleicht nie erfahren hätte ohne meine Neugier und die Verbindung durch mein Thema „Schreiben“. Einer hat mich in der letzten Zeit völlig überraschend gepackt: Vögel beobachten mit der Vogelguckerin Silke Hartmann. Lies mal rein, der ist einfach zu interessant, um ihn nicht zu lesen.

Inspiration durch Gespräche

Ende Februar spreche ich mit Jana Schlosser für den Verbindung schaffen – Podcast. Unser Thema ist „Schönheit“ – so abstrakt, so subjektiv, so wichtig. Jana sagt: Es ist wichtig, genau hinzuschauen, denn das Schöne ist da, wir müssen es nur sehen. Ja, das ist Inspiration – völlig kostenlos und gute Gefühle gibt’s noch gratis obendrauf.

Erst gestern schaffe ich es endlich mal wieder auf einen virtuellen Kaffee mit Maren Martschenko und wir fragen uns: Wie machen wir das, dass wir Menschen mitreißen? Wenn wir das als Erfolgskonzept verkaufen sollten – wie sähe es aus? Solche Gedanken setzen sich, drehen ihre Runden, verselbstständigen sich vielleicht. Und möglicherweise kommt dabei irgendetwas raus, das lohnenswert ist, neu und seinerseits wieder inspirierend.

Und dann sind da noch Impulse zwischen den Zeilen, Worte, die mich schwach machen und Gedanken, die mich bewegen. Manchmal lassen sie mich Sätze sagen, von denen ich nicht mal wusste, dass ich sie gedacht habe.

Einfach schreiben: Wenn aus meinen Impulsen Texte werden

Ich habe Glück. Großes Glück, dass sich manche Menschen einfach darauf einlassen, was mein Kopf an Ideen ausspuckt. Das merke ich ganz besonders, wenn ich während oder nach der Blognacht die Ergebnisse der Teilnehmer zugeschickt bekomme. Manche schreiben sehr selten, aber zur Blognacht sind sie dann da, nehmen meinen Impuls und schauen, was passiert.

  • Sabine aus dem Mausloch ist seit August 2021 immer wieder bei der Blognacht dabei und schreibt die Impulse wie eine Reise durch ihre Gedanken. Ich liebe es, das ist ein bisschen, als wäre man dabei, säße mit Sabine am Schreibtisch. Hier hat sie über ihre allererste Blognacht geschrieben
  • Sebastian glaubt nicht so recht ans Bloggen, aber er findet immer einen klugen Bogen zu seinem Thema – wenn er da ist, dann wird der Impuls verbloggt. Hier ist der Artikel von heute – inspiriert uninspiriert
  • Alexandra ist auch ein Stammgast bei der Blognacht. Manchmal schreibt sie mir, diesmal sei es wirklich schleppend gegangen mit dem Impuls und manchmal scheint es, als schrieben sich die Texte wie von selbst. Auch ihr Text von heute ist schon online: Was mich inspiriert hat
  • Ramona hat für die Texte, die in der Blognacht entstehen, sogar eine eigene Kategorie auf ihrem Blog angelegt – ich liebe es!
  • Susanne ist zwar noch neu, aber auch sie schreibt mutig die Impulse – hier ist ihr Text aus der Februar-Blognacht über das „Warum“
  • Und eine, die häufig als erste den Text fertig und online hat, ist Maria. Natürlich ist ihr Artikel auch heute schon online – es geht um eine späte ADHS-Diagnose
  • Tina schreibt zwar selten explizit die Impuls-Themen, ist aber mit voller Energie dabei, extrem hilfreich und inspirierend, wenn Gespräche aufkommen. Ihr Blog ist für alle Tier-Liebhaber lesenswert – und vielleicht auch darüber hinaus? Man weiß nie, wo die Inspiration lauert!
  • Hellen schreibt selten die Impuls-Themen, aber es entsteht immer Text – heute ein Artikel über das Gefühl von Zuhause.
  • Und Kathy… ja, was kann ich über Kathy sagen? Wir kennen und schätzen uns jetzt schon so lange, stärken uns im Schreiben, im Bloggen, im Leben – und auch wenn du nur ganz kurz reinschaust, freu ich mich über dein Lachen. Lies Kathys Blog – es geht um barrierefreies Reisen.

Ich liebe es, wie ihr die Impulse aufnehmt, wie viele unterschiedliche Ideen und Ansätze an diesen Schreib-Abenden entstehen. So cool, einen Text zu schreiben, sehr verdichtet, und einfach in die Welt zu schicken.

Einen Artikel, der mich heute zum Weinen gebracht hat, möchte ich hier hervorheben. Nicht nur, weil es um mich geht, sondern weil dieser Text zeigt, dass meine Idee von Verbindung funktioniert. Weil ich genau deswegen mal losgegangen bin. Nicht, um das große Geld zu verdienen, sondern um Menschen zu stärken und zu verbinden. Danke, liebe Stephanie, für diesen Impuls-Text, ein „Herzensbeitrag darüber, was es heißt annaspiriert zu werden“. Ich bin ein bisschen sprachlos. Und ja, ich fühl das auch – es ist ein voneinander und miteinander lernen und sich weiterentwickeln. Danke!

Inspiration ist – du musst nur hinschauen

Ich merke es vielleicht manchmal nicht, aber die Welt ist voller Inspiration. Meine Welt jedenfalls. Vielleicht hast du es gemerkt, aber ich habe hier nahezu alle Menschen, die in der Blognacht dabei waren, erwähnt. Nahezu deswegen, weil ich zwei noch nicht so gut kenne, noch nicht einschätzen kann, wo sie mich inspirieren.

Aber das kann ja noch kommen. Denn wenn Menschen wiederkommen, sich von mir anstoßen lassen, sich vielleicht anna-fizieren, wie es Stephanie so schön geschrieben hat, dann ist das oft gegenseitig. Also, die Inspiration. Ihr, die ihr mich lest, seid genauso Inspiration für mich – auf vielen Ebenen übrigens, nicht nur, weil ihr mir neue Themen für meinen Blog aufzeigt. Nein, es ist viel mehr. Ich finde Themen, Gefühle, Begeisterung, Liebe.

Und ja, das ist echt. Ich heule, wenn ich euer Feedback lese. Das ist so viel mehr, als ich mir damals vorstellen konnte, 2014, als ich einfach drauflosgeschrieben habe. Danke!

Du kannst mir übrigens einen Kaffee-Regen schenken, wenn dir danach ist. Weil Geben und Nehmen zusammengehören. Meine Kaffeekasse findest du hier.

Ein Kommentar

  1. Liebe Anna, es tut mir nicht leid, dass ich dich zum Weinen gebracht habe. Ich hatte es noch gesehen, bevor ich gegangen bin, hatte mich gefragt, ob du wohl gerade den Text liest und habe mich ein bisschen gefreut, dass meine Worte dich möglicherweise so berührt haben. Inzwischen habe ich es selbst nochmal gelesen und es ist bis auf ein paar Tippfehler alles so geblieben, wie die Worte aus meinem Herzen gepurzelt sind, als mich die Inspiration ergriffen hatte.

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