Ich steh nicht so sehr auf Schokolade, vor allem nicht auf die „normale“ Schokolade, die es gerade jetzt wieder überall gibt. Billige Milchschokolade in Wichtelform, Konfekt, das nur nach Zucker und gar nicht mehr nach Schokolade schmeckt, Pralinen mit Nüssen… Es ist mir alles schlichtweg zu süß. Wenn Schokolade, dann richtige Schokolade. Also alles ab 80% aufwärts. Und es muss nicht viel sein, ein oder zwei kleine Stücke und gut is.

Früher gab es zu Weihnachten immer Marzipan für meine Brüder, denn sie liebten diese Niederegger Marzipan Brote, die volle Dröhnung sozusagen. Ich mochte kein Marzipan, mag ich bis heute nicht. Daher bekam ich immer eine Schachtel Küsschen oder Rocher oder so. Aber das waren nicht die besten Geschenke. Die besten Geschenke hatten nichts mit Süßigkeiten zu tun.

Meine Brüder liebten auch Dominosteine. Ich nicht. Wenn ich Dominosteine essen sollte, dann knabberte ich die Schokolade außenrum ab, dann nahm ich die Schichten auseinander. Das Keksige war okay, das Glibberige war auch okay, das Marzipan nicht. Und insgesamt war das kein Vergnügen. Zu süß, zu bäh.

Heute esse ich kaum noch Schokolade. Mal als Glasur auf nem Kuchen, klar. Oder mal ne besondere Schokolade, wenn ich sie zum Geburtstag geschenkt bekomme (Danke, Annette!) und mal eine, die geschmacklich einfach anders ist, Salzkaramell mit ner herben Schokolade und ohne zusätzlichen Zucker zum Beispiel, das war nicht übel. Was ich gar nicht abkann, ist weiße Schokolade, das kann ich echt nicht essen.

Du siehst: Junior und ich kommen uns selten in die Quere, wenn es um Schokolade geht. Er hortet seine Schokoladen-Geschenke und ich komme echt nicht in Versuchung, seine Vorräte zu plündern. Easy.

Ich denke, ich bin einfach nicht so ne Süße, ist halt so. Das Salzige liegt mir mehr, war auch früher schon so. Aber eins muss ich dann doch zugeben: Eis geht immer. Auch mal Schoki.


Dieser Text ist Teil meines kleinen Schreib-Experiments. Ich lese das Buch „Leben, schreiben, atmen. Eine Einladung zum Schreiben“ (Diogenes 2019) Kapitel für Kapitel und teile meine Gedanken dazu. Alle Texte findest du unter dem Hashtag #LebenSchreibenAtmen

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